6: Seven Minds
Sam Jones war nicht nur ein begnadeter Bassist, sondern als solcher auch ein Wanderpokal. Er spielte u.a. mit Cannonball Adderley, Oscar Peterson, Dizzy Gillespie, Thelonious Monk, Barry Harris, Bill Evans, Cedar Walton und vielen anderen bekannten Gurus der Jazzgeschichte. Mit Standards wie „Del Sasser“, „O.P.“ und „Seven Minds“ machte er sich darüber hinaus aber auch als Komponist und Bandleader einen Namen. „Seven Minds“ ist ein Song voller Symbolik: die Zahl sieben ist nicht nur tief in der religiös-spirituellen Menschheitsgeschichte verwurzelt, sie steht zugleich auch für die sieben Töne der diatonischen Tonleiter. Die Antike sah darin eine kosmische Entsprechung, den Klang der Sphären. Obwohl nicht unbedingt „sphärisch“, „Seven Minds“ ist mit Sicherheit ein Song kosmischer Ordnung. Jones selbst verließ bereits mit 57 Jahren seinen irdischen Körper und sublimierte sich ins Reich des Übernatürlichen; er starb an Lungenkrebs (Rauchen ist tödlich!).
